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Summum Sonum - Begriffserklärung

Summum Sonum (lateinisch für „höchster Klang“) ist ein von der Künstlerin Sylvia Apfelschorle geprägter Begriff. Er beschreibt ein künstlerisch-philosophisches Konzept, das die zentrale Bedeutung von Klang und Musik für das menschliche Erleben betont.

Der Begriff lehnt sich sprachlich an den philosophischen Ausdruck Summum Bonum („höchstes Gut“) an, der in der antiken Ethik das höchste moralische Ziel bezeichnet. Während sich Summum Bonum auf das ethische Ideal bezieht, verschiebt Summum Sonum den Fokus auf die ästhetische Dimension und versteht Klang als existenzielles Grundelement menschlicher Erfahrung.

 

Im künstlerischen Kontext wird Summum Sonum als Ausdruck für die Idee verwendet, dass Musik und Klang nicht nur Unterhaltung, sondern identitätsstiftende und verbindende Kräfte darstellen. Das Konzept verbindet ästhetische, emotionale und spirituelle Aspekte von Klangwahrnehmung.

SUMMUM SONUM

Manifest für die Würde des Klangs

Wir leben in einer Welt des Lärms.

Doch nicht jeder Klang ist von Bedeutung.

Nicht jedes Geräusch ist Wahrheit.

 

Summum Sonum ist die Erinnerung daran,

dass Klang mehr ist als Schwingung.

Er ist Beziehung.

Er ist Berührung.

Er ist Ursprung.

 

Wo Worte enden, beginnt Klang.

Wo Denken sich verheddert, trägt Musik.

Wo Menschen sich verlieren, verbindet Rhythmus.

Der höchste Klang wohnt nicht im Außen.

Er wohnt im Innersten.

Dort, wo das Herz schlägt

wie eine uralte Trommel.

 

Dort, wo die Seele vibriert,

bevor sie sprechen kann.

 

Jeder Mensch trägt einen Ton in sich.

Unverwechselbar.

Unwiederholbar.

Heilig in seiner Einzigartigkeit.

 

Wenn wir singen,

wenn wir lauschen,

wenn wir den Mut haben,

unsere Stimme nicht zu verstecken,

 

dann erinnern wir uns.

 

Summum Sonum bedeutet:

Der höchste Klang ist nicht der lauteste –

sondern der wahrhaftigste.

 

Er entsteht dort,

wo ein Mensch sich zeigt.

Wo Stimme nicht Maske,

sondern Ausdruck ist.

Wo Resonanz wichtiger ist als Applaus.

 

Klang ist Würde.

Klang ist Identität.

Klang ist Erinnerung an das Lebendige.

 

Wir sind nicht geschaffen für Stille im Inneren.

Unser Herz schlägt.

Unser Atem klingt.

Unsere Schritte haben Rhythmus.

 

Musik ist kein Luxus.

Sie ist ein Grundrecht der Seele.

 

Summum Sonum steht für eine Kultur,

in der Klang nicht konsumiert,

sondern geachtet wird.

 

Für eine Welt,

in der Zuhören höher geschätzt wird als Übertönen.

 

Für eine Kunst,

die nicht beeindrucken will,

sondern berühren darf.

 

Der höchste Klang entsteht nicht im Studio.

Er entsteht im Mut.

Im offenen Hals.

Im vibrierenden Brustkorb.

Im ehrlichen Moment.

 

Summum Sonum ist kein Stil.

Kein Genre.

Keine Technik.

 

Es ist Haltung.

 

Es ist die Entscheidung,

Klang als heilig zu begreifen.

Nicht religiös –

sondern menschlich.

 

Denn solange wir klingen,

leben wir.

 

Und solange wir einander hören,

sind wir verbunden.

Summum Sonum ist kein Ziel.

Es ist ein Erwachen.

 

Ein Moment,

in dem zwei Schwingungen sich erkennen

und sagen:

Ich höre dich.

 

Der höchste Klang ist der,

der Liebe trägt.

 

Der nicht besitzen will,

nicht überzeugen muss,

nicht kämpfen braucht.

 

Er klingt.

Und im Klingen heilt er.

 

Solange wir einander hören,

sind wir nicht verloren.

 

Solange wir klingen,

ist Licht in uns.

 

Summum Sonum –

Der höchste Klang ist der, der heilt.

 

— Sylvia Apfelschorle  —

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