Darf ich vorstellen…
- Sylvia Apfelschorle
- 13. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Monsieur Voltaire - eine Interpretation von mir, wie er in unserer jetzigen Zeit ohne Perrücke und in seinen 40ern aussehen könnte..
Es gibt nur Abbildungzn von ihm, auf denen er um die 20 Jahre alt oder bereits über 70 Jahre alt ist.
Nachdem ich durch das Hören von viel französischer Musik zunächst einen stattlichen Franzosen gemalt habe, habe ich festgestellt, dass es zwar ein netter Typ ist, aber mit Voltaire noch nicht soviel Ähnlichkeit hat, wie ich es gerne hätte.
Daraufhin begann ich erneut etwas in seinen Werken zu stöbern , noch mehr über sein Leben in Erfahrung zu bringen, schaute mir auch all die anderen Skulpturen von ihm an und ließ dabei meine Kreativität spielen.
Aus der Perrücke wurden zunächst lange Haare, dann bunte Haare, dann kurze Haare und ein Vogel.
Da Voltaire sein Leben lang ein Freiheitskämpfer war, finde ich den phantasievollen Gefährten äußerst passend auf seiner Schulter. Nicht zu vergessen seine bekannte Unterschrift wie auf einem Theaterplakat und zwei Zitate von ihm, die für mich eine große Bedeutung spielen und meine eigenen Gedanken bestätigen.
“tout sera bien”
“Alles wird gut werden.”
Dies entstand aus seinen kritischen Überlegungen zum reinen positiven Denken, dass es schwer ist “alles ist gut” zu denken, wenn sich Schicksalsschläge ereignen wie zB es ein schreckliches Erdbeben, bei dem Unschuldige starben -
Er kam zu dem Schluss, dass alles für irgendetwas seine Bestimmung hat hat und irgendwann gut wird und es somit richtiger wäre zu sagen: dass alles gut wird
selbst wenn wir es gerade nicht fühlen oder verstehen - doch wichtig ist zu wissen, dass alles gut werden wird oder werden kann wenn man daran glaubt. Er war bereits wie viele andere Philosophen nichts anderes als Aufklärer in Bezug zum universellen Gesetz der Anziehungskraft.
Wenn ich nicht so müde wäre , würde ich dazu etwas ausführlicher schreiben..aber ich möchte unbedingt ungeduldig mein Kunstwerk in die Welt bringen :-))
Genau, zurück zum Bild:
Außerdem entschied ich mich noch für das Zitat aus seinem berühmten Werk Candide, welches mit dem Satz endet: “Il faut cultiver notre jardin” - Wir müssen unseren Garten bepflanzen.”
In dem Stück passieren dem sehr gutgläubigen Candide immer wieder schlimme und absurde Ereignisse denen er aber immer wieder irgendwie auf eine ironische Art und Weise entkommt. Jedenfalls kommt es doch im Leben irgendwie immer anders als man denkt, also kommt er zur Schlussfolgerung, im Hier und Jetzt zu leben und bei den praktischen Dingen des Lebens zu bleiben, die man selbst beeinflussen kann - wie den eigenen Garten zu bestellen.
Diese Metapher hat für mich noch eine tiefgreifendere Bedeutung, da ich immernoch davon träume einen nachbarschaftlichen Gemeinschaftsgarten zu gründen. Da ich noch keinen geeigneten Platz gefunden habe und auch noch keine weiteren Mitstreiter, werde ich erst einmal im Kleinen auf meinem Balkon und im Vorgarten mit dem Gärtnern beginnen und hoffe dass mein Daumen dabei irgendwann auch mal grún wird - nicht nur von Ölfarben :-)
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich schon alle finalen Pinselstriche gesetzt habe, oder mir die Tage doch noch, ein, zwei Verbesserungsideen einfallen. Doch hier sind schon mal weitere Bilder von der Entstehungsreise des Kunstwerkes, welches mir bis jetzt selbst ziemlich gut gefällt:








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