Frohes, neues Jahr und neues von den Commanderinnen :)
- 3. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Ich wünsche allen meinen Freunden, guten Bekannten und Menschen, die meine Kunst oder meinen Werdegang mit guten Absichten verfolgen ein herzliches und frohes neues Jahr!
Ich habe die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sehr intensiv für meine innere Einkehr genutzt. Vor allem habe ich noch einmal vieles loslassen können, was ich nicht mehr mit in meine Zukunft nehmen möchte.
Ich habe mich sehr für mich zurückgezogen und Kraft und Energie getankt.
Bis zum 28.12. war ich nämlich noch am Rotieren, damit ich meinen Kindern die fertige Geschichte mitbringen konnte.
Dabei habe ich wieder festgestellt, wie sehr ich mich immer wieder unter Druck setze, da ich soviel Perfektion von mir erwarte und dann wieder in eine große Prokrastination verfalle und innerlich blockiert bin.
Zuerst ließ ich durch mein Kunstwerk von meinen hohen Perfektionsansprüchen ab. Anstelle von mir zu erwarten, ein Foto perfekt in Öl nachmalen zu können obwohl ich erst seit einem knappen halben Jahr überhaupt erst mit Öl male, begann ich mit dem Bild zu spielen und es zu einem Bild der Geschichte werden zu lassen, die ich aktuell schreibe.
Und es ist für mich zu einen wunderbarem Gemälde geworden. Ich bediente mich intuitiv verschiedener Stile, und malte einfach was mir in den Sinn dazu kam.
Dabei stellte ich fest, dass es genau das ist, was mir am meisten gefällt, mir am meisten Freude macht. Komplett frei und kreativ zu sein und einfach nur die Farben und meine Ideen laufen zu lassen.
Kurz danach entstand mein nächstes, sehr spirituelles Kunstwerk.
Beim Malen sind mir nie die spirituellen und psychologischen Bedeutungen direkt bewusst, doch wenn ich nach jedem fertigen Kunstwerk meine Überlegungen dazu anstelle und spirituelle und psychologische Bedeutungen nachschlage, bin ich immer wieder verblüfft, wie stimmig alles zu meinem Gefühlsleben und meiner Intuition passt.

Deshalb möchte ich zukünftig am liebsten nur noch ganz frei malen. Dass ich diesen Punkt einmal erreichen werde, hätte ich nicht gedacht.
Das war ein sehr großer und anstrengender Prozess im Lösen meiner eigenen Erwartungshaltungen an mich selbst. Ich hatte immer Angst, ich könnte nicht gut genug sein, in allem was ich mache.
Am wichtigsten ist mir immer schon meine Mutterrolle gewesen, deshalb fiel es mir am schwersten Bilder und Geschichten für meine Kinder zu schreiben, weil ich es so perfekt machen wollte. Außerdem wollte ich nie, das sich eins meiner Kinder irgendwie schlechter behandelt fühlt als die andere. Somit war ich unter ständigem inneren Druck jedem meiner Kinder immer gerecht zu werden, damit sich niemals eins benachteiligt fühlt, da ich dies selbst in meiner Kindheit erfahren habe. In beiderlei Hinsicht, da ich genau das mittlere Kind bin, und auch lange die Kleinste war. Später aber wieder zur „Ältesten“ wurde.
Doch Perfektion ist nur ein großes Mühlenrad auf deinem Rücken, dass Dich überhaupt daran hindert etwas zu beginnen.
Ich kann nicht alles perfekt schaffen. Mal gelingt mir etwas für die eine Tochter besser als für die andere, ich kann es nicht verhindern. Trotzdem liebe ich beide unglaublich dolle - ohne Unterschied.
Ich darf Fehler machen. Ich muss keine perfekte Mutter sein. Ich darf einfach ein Mensch sein, der Fehler macht. Dadurch lerne ich, verbessere mich automatisch.. aber es braucht seine Zeit. Alles braucht seine Zeit. Es ist eher selten, dass etwas sofort auf Anhieb klappt und es ist überhaupt nicht schlimm. Ich darf einfach SEIN und mich in meinem Tempo entwickeln und bin zufrieden mit meinen bisherigen Fortschritten.
Diese Erkenntnis ist mir unter anderem durch das Gitarre spielen gekommen. Ich bleibe täglich dran und sehe meine Fortschritte. Selbst wenn es an manchen Tagen nicht so gut klappt - je nach Stimmungslage - verbessere ich mich kontinuierlich. Das mache ich halt nebenbei ohne den Anspruch zu haben, ein Jimi Hendrix zu werden :) Es macht einfach Spaß, etwas neues zu lernen. Das ist das wunderbare am Leben. Man lernt niemals aus, es gibt immer etwas, das wir lernen können oder herstellen können.
Ich finde es persönlich ziemlich schade, dass ich erst so spät angefangen habe, an mich selbst und meine Talente zu glauben. Obwohl ich schon seit Kindesbeinen an gemalt, geschrieben und gesungen habe.
Schade um die vielen Bücher und Kunstwerke, die ich schon alle hätte schreiben und malen können... oder Lieder, die ich schon geschrieben und komponiert hätte. Doch zum Glück bin ich ja erst 42 und nicht schon 100 und freue mich schon riesig auf alle Kunstwerke, die ich noch malen werde und auf alle Bücher, die ich noch schreiben werde und auf alle Lieder, die ich noch singen/ und oder spielen werde.
Als mir dies bewusst wurde, konnte ich die Geschichte mit einer richtig großen Freude fortsetzen und habe in 3, eigentlich eher in 2 Tagen 16 Seiten geschrieben.
Ich selbst finde sie spannend und witzig und freue mich schon sehr darauf, sie bald einzusprechen. Aktuell bin ich etwas erkältet, deshalb warte ich noch.
Aber ihr dürft euch in Kürze auf eine neue und finale Folge von den Commanderinnen freuen!
Ach und wisst ihr was?
Nachdem ich von meinen Kindern nach Hause kam, bekam ich eine positive Nachricht: Durch einen wunderbaren Zufall konnte ich meinen Kindern doch noch die Fahrräder ermöglichen und ich plane optimistisch für uns eine Fahrradtour im Sommer.

Dann euch allen noch ein schönes frohes, neues Jahr, voller schöner Momente!
Übrigens miste ich seit dem 31.12. alle meine Schubladen und Schränke aus. Das innere Aufräumen ist beendet, jetzt ist mir irgendwie sehr danach auch in meiner Wohnung bis in die letzte Ritze alles zu ordnen. Jeden Tag nehme ich mir gerade eine andere Schublade oder einen anderen Schrank vor. Krimskramsschublade in der Küche, Kleiderschrank, Schreibtischcontainer, Spiegelschrank.. alles kommt mal dran nacheinander und wird aussortiert und neu geordnet :)
Ich denke, das werde ich als jährlichen Brauch für mich persönlich einführen.
Zunächst das innere Bewusstwerden, was oder wen möchte ich zurücklassen und nicht mitnehmen und was oder wer darf weiter mitreisen in meinem Leben.
Und anschließend durch die Sachen, die man so mit sich irdisch „rumschleppt“.. was ist Mist und darf aus der Krimskramskiste und aus dem Kleiderschrank rausfliegen und was darf bleiben.
Ich starte das Jahr 2026 mit einem sehr befreienden Gefühl und mit einer sehr tiefen inneren Zufriedenheit und Dankbarkeit.
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